Die Garteneisenbahn

Bei jedem fängt es anders an. Bei mir gab meine Frau den Anstoß zum Bau einer Garteneisenbahn. Sie hatte wohl Bedenken, dass mir nun, wo ich im Vorruhestand angelangt bin, die Decke auf den Kopf fallen würde. Also wurde ein Kostenüberschlag angestellt und festgestellt, dass so eine Bahn teuer kommen kann aber, wenn alles gut gemacht ist , auch viel Freude bringen kann. Im Internet und auf Ausstellungen habe ich dann viele Eindrücke gesammelt und versucht, aus den Erfahrungen anderer zu lernen.

27.07.2001: Der erste größere Einkauf ist getätigt. Nach intensivem Durchsuchen des Internets nach "Garteneisenbahnen" bin ich auf die Firma Fertig in Mörlenbach/ Hessen gestoßen. Beim Vergleich mit verschiedensten anderen Anbietern schnitt diese Firma am besten ab, da sie absolut faire Preise hat. Da lohnte sich sogar eine Anfahrt von 536 km. Bei auftretenden technischen Fragen wird man am Telefon vom Junior Kai sehr kompetent beraten.

Zur Zeit verfüge ich über zehn Loks (Harzquerbahn 996001 , sächsische IV K, Wismarer Triebwagen mit Beiwagen, Nicki +Frank, Rügenstainz , Freelanzstainz, Kö, Rügen KöF, Spreewaldlok Schienenreinigungslok), die ich mit Digitaldecodern und Sound (Esu) ausrüsten ließ. Die digitale Steuereinheit ist von Zimo. Die IV K ,die HSB und Nicki & Frank verfügen über automatische Kupplungen. So kann man sehr gut rangieren ohne auf Entkupplungsgleise angewiesen zu sein.

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Das Jahr 2002 ist dafür drauf gegangen, Betonteile für den Gleisunterbau herzustellen. Dazu ließ ich mir Metallformen bauen. Die fertigen Teile (gerade 30 cm, R1, R2, R3) haben die Form eines Bahndammes und sehen mit Splitt beklebt sehr naturecht aus. Für die Weichen habe ich aus Styrodur entsprechende Teile gefertigt und mit Splitt beklebt. So liegen die Schienen sicher.

Formsteine

noch nicht

beklebt


2003

Die Anlagenfläche wird hergestellt. Sie sollte erhöht sein (So hat man, wenn man vor der Anlage sitzt, einen guten Blick auf die erhöhte Fläche.) und dafür habe ich ein Fundament gegossen und auf die gewünschte Höhe mit Hartbrandsteinen (aus einem Scheunenabriss) aufgemauert. Die Vorderseite wurde mit echten Eisenbahnschwellen eingefasst (ich habe sie alleine bewegt und mir einen Bandscheibenvorfall zugezogen). Die Fläche wurde mit 40 t Mischrecycling aufgefüllt. Darauf kam als Ausgleichsschicht eine Schicht mit Kies (3-8 mm). Darauf wurden die Betonelemente für die Bahndämme verlegt. Lagen die Schienen in den Betonelementen und funktionierte ein größerer Abschnitt, dann wurden der Bahndamm und die Schwellenzwischenräume mit Fugensplitt aufgefüllt (sieht sehr naturnah aus).

Die Länge der Anlagenfläche beträgt 18 m, die Breite beträgt ungef. 6 m. Die Gleislänge beträgt ungef. 110 m . 6 Fahrzeuge können gleichzeitig bewegt werden . Ohne Probleme kann aber auch "von Hand" gesteuert werden . Ein abwechslungsreicher Rangier- und Fahrbetrieb ist garantiert. Allerdings sollten nicht mehr als 2 Fahrzeuge von Hand gesteuert werden. Da kommt richtig Stress auf. Unfälle sind vorprogrammiert.

Gleisplan

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Ende Juli 2003

Der gesamte Streckenverlauf ist verlegt und die Züge fahren so, wie ich es mir vorgestellt habe. Probleme gab es mit der Harzquerbahnlok. An manchen Weichen setzte sie kurz aus, andere Loks fuhren anstandslos drüber hinweg, sogar die Stainz.

(Habe das Problem gelöst: Die HSB hat an die Laufachsen Stromabnehmer (Kontaktteile von der Wagenbeleuchtung) bekommen. Jetzt fährt sie wunderbar.)

Als nächstes steht die Pflanzung an. Eine Probierecke habe ich schon angelegt.

August 2003

Der große Bahnhof und einige Häuser wurden aufgestellt und auch mit Licht versehen. Im Lokschuppen und der Landmaschinenwerkstatt flackert Schweißlicht. Die Straßen werden aus Beton gegossen und dann mit Kaltanstrich eingestrichen, so entstehen Bitumenbeläge.

Ein Teil der Bepflanzung ist erledigt (Erika und Sedumarten so wie Koniferen). Allerdings bin ich von meinem Vorhaben, alle Pflanzen in Gefäßen auszupflanzen, abgekommen. ich habe mir Ofenrohrabschnitte verschiedensten Durchmessers zurechtgeschnitten, die ich in die Kiesschicht stecke, den Kies herausnehme und die Pflanze mit Ballen und Erde einsetze. Anschließend wird das Rohr hochgezogen und die Pflanze steht in Erde im Kiesbett. Diese Pflanzart hat sich bewährt. Die Pflanzen wachsen gut und in dem Kies wächst kaum Unkraut.

April 2005

Die Anlage ist auch über den 2. Winter sehr gut hinweg gekommen. Die Pflanzen verbreiten sich immer mehr und lassen kaum noch freie Flecken. Über Winter wurden wieder einige neue Ausstattungsdinge gebastelt (s. Basteleien). Für die bequemere Schienenreinigung habe ich mir eine Schienenreinigungslok zugelegt und hatte ruck zuck meine Schienen sauber. Prima.

Die Anlage ist rund um von Nachbargrundstücken umgeben und wird von meinen Hunden gut bewacht.

Bilder 2003

Bilder 2004

Bilder 2005

Bilder 2006

Bilder 2007

Bilder 2008

Bilder 2009

Bilder 2010

Bilder 2011

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